7. Klasse: Montag 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr in der Marienkirchgasse 3 8. Klasse: Freitag 14.30 Uhr bis 15.30 Uhr in der Marienkirchgasse 3
Konfirmation am Pfingstsonntag 2012:
Marienkirche in Weißenfels 10.15 Uhr Evangelische Kirche in Burgwerben 14 Uhr Konfirmiert werden sollen: Luise Schmidt, Nina Spengler, Vanessa Huttner, Margarita Bruch, Lisa Träumer, Norman Brendel, Michelle Buba, Julius Schmolke, Christoph Wahren, Max Brunzel, Leon Fischer
Junge Gemeinde in Weißenfels: nach Verabredung in den Jugendräumen der Marienkirchgasse 3
Überblick Dass Abeit mit Konfirmanden in der DDR-Zeit etwas besonderes war, das wissen die, die damals mit dabei waren. Man befand sich in einem vom Staat nicht gewollten und doch tolerierten Raum.
Heute hat sich die Arbeit mit Konfirmanden geändert. Wir haben mit anderen Problemen zu kämpfen: Nach der Wende haben die Menschen weniger Kinder bekommen. Mitte der 90er war der Einbruch der Geburtenzahlen eklatant. Dann ging es wieder leicht nach oben. Als Kirchengemeinde müssen wir darauf reagiern. Für Konfirmandenunterricht wurden und werden Konzepte gesucht, um den Konfirmanden und Hauptamtlichen eine Atmosphäre zu gestalten, in der Gemeinschaft möglich ist (größere Gruppen).
Deshalb gibt es das "Konfitti-Modell". Gemeindepädagogin Gudrun Wisch, Pfarrer Frieder Wisch (Pfarrbereich Weißenfels-Südost) und Pfrarrer i.E. Martin Schmelzer (Weißenfels-Mitte) erarbeiten Themen für einzelne intensive Einheiten: Treffen mit Übernachtung, gemeinsamem Essen in Langendorf. Im zweiten Jahr sollen Konfirmanden dann ein begleitetes Praktikum in einer Einrichtung vor Ort machen und sich bei gemeinsamen Treffen miteinander austauschen.
Dabei ist es uns wichtig, die Konfirmanden in Kontakt mit der Jungen Gemeinde zu bringen (Langendorf und Weißenfels). Erfahrungen zeigen, dass gerade die Zeit nach der Konfirmation für das weitere kirchliche Engagement von großer Bedeutung ist. Hierfür sind besonders die gemeinsamen Unternehmungen und Projekte toll: Fahrradtouren, Ausflüge, der "ultimative Jugendgottesdienst" oder die Konfirmandenfreizeit in Mansfeld.
Konfirmandenfreizeit in Mansfeld
Konfirmandenrüstzeit in Mansfeld
Intensive Tage für Konfirmanden stehen am Beginn jedes
Jahres in Mansfeld auf dem Programm. Aus allen Teilen des Kirchenkreises
Merseburg werden Konfis mit dem Bus geholt: Von Leißling und Weißenfels im
Süden, Röcken und Lützen im Osten, Merseburg und Leuna in der Mitte bis nach
Querfurt im Westen.
Am Donnerstag Abend ist Ankommen angesagt. Erstes
Kennenlernen und Beschnuppern, die Schule hinter sich lassen. Einfach mal
abschalten (oder neudeutsch „chillen“), um dann wieder auf Touren zu kommen.
Wie schafft es das Leitungsteam, die Konfirmandinnen und Konfirmanden zu
„öffnen“? Indem sie sich zunächst selber öffnen: mit einem kleinen Theaterstück
– mal ist es das Dschungelcamp, mal sind es die altehrwürdigen Geister des Schlosses,
die auf den Plan treten.
Das Thema der Mansfeld-Konfirmandenfreizeit ist in jedem
Jahr die Jahreslosung. Sie wird entfaltet, durchdacht, gesungen, gespielt,
gefilmt.
Mit vielem technischen, logistischen und personellem Aufwand
können Konfis erleben, was sich aus einem kleinen biblischen Vers so alles
machen lässt. Die Jahreslosung 2010 lautete: „Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt
an Gott und glaubt an mich“ (Joh.14). Mit Hilfe des Misereor Hungertuches
2009/10 konnten Ängste und Hoffnungen zur Sprache gebracht werden. Die
Exilsgeschichte des Volkes Israel diente zur biblischen Vertiefung. Dabei
sind wir als Mitarbeiter auch auf die Geschichte vom sinkenden Petrus gestoßen.
Auf vielfältige Weise konnten sich die Konfis dieser Geschichte von Angst
und Vertrauen annähern: Es entstand eine Playmobil-Geschichte,
Foto-Love-Stories wie man sie auch Jugendzeitschriften kennt (nur besser), ein
Theaterstück und ein Hörspiel.
Der Samstag in Mansfeld steht meist ganz im Zeichen
intensiver Vorbereitungen für den großen Abschlussabend. Bewährt hat sich dabei
ein etwas abgewandeltes „Wetten dass?“–Format. Dabei stehen Top-Show-Acts aus
eigener Produktion großartigen Wetten gegenüber. Samba-Rhythmen eröffnen. Mit
verbundenen Augen wird die Freundin geschminkt. Konfirmanden wetten, dass „wir
es schaffen, fünf Mansfelder“ ins Schloss zu bringen. Und diese Wette wurde
gewonnen, denn der eine, der kam, war der Pfarrer. "Der steht für fünf!", war die Begründung für die gewonnene Wette.
Am Schluss der gemeinsamen Zeit steht ein Gottesdienst. Brot
und Trauben werden geteilt. Gute Wünsche werden dem Nachbarn mit auf den Weg
gegeben und all die Erkenntnisse der vergangenen Tage; all die Lieder, die sich
jetzt schon viel besser singen lassen, finden noch einmal einen Ort.
Der Name Mansfeld ist für viele, die mal Konfis waren, verbunden mit schönen
Erinnerungen, viel Bewegung, Spaß aber auch nachdenklichen Tönen. Das Konzept
für diese Freizeit ist Stück für Stück aus dem gewachsen, was Andreas
Trelenberg als Gemeindepädagoge und die verschiedenen Teams unter seiner
Leitung als das Beste herausgefunden haben. Das spüren nicht nur Konfis,
sondern auch Jugendliche, die als Teamer mitkommen. Eben alle, die diese Zeit
miteinander verbringen.
Martin Schmelzer, Pfr. i.E. in Weißenfels-Mitte, Fotos: Bernhard Zeller, Pfr. in Braunsbedra